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Denkmalschützerin warnt:

„Stadt vernachlässigt ihre grünen Schätze“

Die Geschichte der Kölner Parks und Grünanlagen begann kurz nach 1800 mit dem ersten Botanischen Garten. Es folgten Zoo und Flora, später die Ringe. Ab 1900 war es Fritz Encke, der als Gartendirektor den Kölnern zahlreiche grüne Erholungsflächen bescherte – Vorbild für viele andere Städte. Doch nun warnt die Denkmalschützerin Henriette Meynen: „Köln vernachlässigt seine grünen Schätze.“

Blick in den Klingelpützpark: Entstanden um 1970 nach Abbruch des Gefängnisses. (Foto: ehu)
Blick in den Klingelpützpark:
Aktuell bedroht sieht die Geografin und Kunsthistorikerin, bis 2005 selber beim Kölner Stadtkonservator angestellt, den Klingelpützpark und den Äußeren Grüngürtel. Bei ersterem – entstanden in den 1970er Jahren – habe man versäumt, ihn unter Denkmalschutz zu stellen. Mit seinen Betonelementen sei er ein typisches Beispiel für die damalige Zeit. Nun befürchtet sie, dass er im Rahmen der „Bildungslandschaft Nord“ gestutzt wird. Im denkmalgeschützten Äußeren Grüngürtel plant das Land nahe dem Decksteiner Weiher einen großen LKW-Parkplatz.

In ihrem öffentlichen Vortrag für das „Architektur Forum Rheinland“ (AFR) wies sie am Montag Abend im Domforum auf die wichtige klimatische, kulturelle, soziale und städtebauliche Funktion der Grünanlagen und Parks hin. Nicht zuletzt wegen der desolaten finanziellen Lage der Stadt würden die einst mit Sachverstand geplanten Anlagen aber langsam verkommen. Lob fand die Bürgerinitiative, die mit viel ehrenamtlichem Engagement den Fritz- Encke-Volksgarten im Kölner Süden pflegt. Meynen wünscht sich auch für andere Parks solche Unterstützung. (js)

(Erstellt am 8. Februar 2012 - 14:38 Uhr; aktualisiert 8. Februar 2012 - 16:58 Uhr)
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